Schnell wie die Feuerwehr

… dieser Redewendung gingen die Wirtschaftsjunioren kürzlich im Rahmen einer Betriebsbesichtigung bei der Hanauer Feuerwehr am neuen Standort in Hanau-Lamboy auf den Grund.

Feuerwehrfahrzeuge für nahezu alle kleineren und größeren Einsätzen stehen dort in Reih und Glied in einer ehemaligen Panzerhalle der Amerikaner und dem neuen Wachgebäude. 65 hauptberufliche Kräfte sind abwechselnd in drei Schichten rund um die Uhr einsatzbereit. In jeder Schicht sind mindestens 10 Kräfte verfügbar, 24 Stunden täglich. Rund 300 ehrenamtliche Kräfte engagieren sich in allen Stadtteilen für die Hanauer Feuerwehr.So die Fakten, die Peter Hack, stellvertretender Amtsleiter der Hanauer Feuerwehr, die Wirtschaftsjunioren wissen ließ. Peter Hack betonte, wie wichtig die Mitwirkung ehrenamtlich tätiger Feuerwehrleute sei. Eine ausschließlich hauptamtliche Feuerwehr ist aus Kostengründen kaum realisierbar.

Wird ein ehrenamtlicher Feuerwehrmann von seinem Arbeitsplatz zum Feuerwehreinsatz gerufen, kann schon mal die Geduld des Arbeitgebers auf die Probe gestellt werden, weiß Peter Hack zu berichten. Auch wenn dem Arbeitgeber die Kosten des Ausfalls erstattet werden – die Arbeit des Mitarbeiters bleibt erst einmal liegen. Weil die Aufgaben der Feuerwehr nur mit tatkräftiger Unterstützung bewältigt werden können, hat sogar der Gesetzgeber den Gemeinden das Recht eingeräumt, Pflichteinsätze der Bürger anzuordnen. Es sei wichtig, dass im Ernstfall alle zusammenhalten – schließlich könne es jeden treffen, so Peter Hack.

Hack lobte die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen der städtischen Feuerwehr und den Werk- und Betriebsfeuerwehren in Hanau. Nur so könnten auch Unternehmen im Notfall vor größeren Schäden bewahrt werden.

Tibor Róka, Pressesprecher der Hanauer Feuerwehr, zeigte den Wirtschaftsjunioren neben den Gebäuden und deren Einrichtungen die Fahrzeuge und Geräte sowie die Übungssmöglichkeiten für Feuerwehrleute auf dem Gelände der ehemaligen Hutier-Kaserne. Weil körperliche Fitness für die Arbeit eines Feuerwehrmannes unerlässlich ist, verfügt die Hanauer Feuerwehr auch über eine Atemschutzübungsstrecke. Die Übungsstrecke, die von den Feuerwehrleuten regelmäßig in voller Montur mit Maske und Atemschutzgerät absolviert werden muss, befindet sich in einem abgedunkelten Raum. Bei Hitze und Nebel muss ein Labyrinth von Gängen und Rohren, in denen Hindernisse eingebaut sind, bewältigt werden. Keine angenehme Vorstellung, fanden die Junioren, und gaben der Anlage spontan den Namen „Folterstrecke“.

Begeistert waren die Teilnehmer der Betriebsbesichtigung von der modernen Technik der Feuerwehr. Besonders die Fernmeldestelle, die permanent besetzt ist, hat zahlreiche technische Raffinessen zu bieten.

Nach den Eindrücken des Rundgangs war sich Juniorensprecher Constantin van Reimersdahl sicher, dass die Hanauer von ihrer Feuerwehr im Ernstfall gut behütet werden – egal ob Unternehmen oder Privatmann.



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