Aktuelles vom Fliegerhorst in Erlensee

Fliegerhorst LangendiebachDie Wirtschaftsjunioren der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern besuchten vor wenigen Tagen das Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts in Erlensee-Langendiebach.

Heinz Schneider, Leiter des Fachbereichs für Bauwesen und Wirtschaftsförderung der Gemeinde Erlensee, erläuterte den aktuellen Planungsstand rund um das ehemalige militärische Sperrgebiet. „In Kürze erwarten wir die Vorlage der Machbarkeitsstudie, die in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erstellt wird. Wir sind schon sehr gespannt“, verriet Schneider. Die Studie werde „mehr als nur erste Antworten“ darauf geben, was nach dem Abzug der US-Army 2008 aus dem 230 Hektar großen Areal werden solle. Wichtig für Erlensee, aber auch für den Main-Kinzig-Kreis insgesamt, sei es, die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie mit den Zielvorgaben des regionalen Flächennutzungsplans in Einklang zu bringen, stellte Schneider ferner fest.

Schneider ließ vor Ort Szenarien zur Entwicklung des Gebietes bildlich entstehen. Nicht nur die Start- und Landebahn locke viele Investoren mit interessanten Ideen an, sondern auch der vorhandene Gleisanschluss, so Schneider. So könnte eines Tages etwa die nordmainische S-Bahn zwischen Bruchköbel und Erlensee auf dem Gebiet des heutigen Fliegerhorsts an einem großen PR-Parkplatz enden. Fest eingeplant seien bereits jetzt Sportstätten und Möglichkeiten zur Naherholung. Die teilweise sehr gut erhaltene Bausubstanz bietet laut Schneider darüber hinaus vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Schon jetzt sei eine übergangsweise Vermietung von Flächen möglich, informierte Schneider. Entscheidend für die künftige Entwicklung auf dem ehemaligen Fliegerhorst sei eine enge Zusammenarbeit mit den beiden Nachbarstädten Bruchköbel und Hanau.

Die riesige Konversionsfläche und die Frage, was mit den Gebäuden, etwa dem Gemeindezentrum, den Wäldern und Wiesen, der Eisenbahnstrecke und mit den anderen Grundstücken passiert, bewegt Bürger, Lokalpolitiker und Unternehmer nicht nur in Erlensee, Bruchköbel und Hanau, sondern auch weit darüber hinaus. Das ist nicht verwunderlich, denn in der gesamten Rhein-Main-Region wird kein so großes Areal einer neuen Nutzung zugeführt.

Zum Hintergrund: Konversion im Main-Kinzig-Kreis

Im Herbst 2008 verließen die amerikanischen Streitkräfte Hanau und den Main-Kinzig-Kreis. Für eine Fläche von 540 ha sowie viele Gebäude und Hallen werden neue Nutzungsmöglichkeiten gesucht. Diese Konversion wird in einigen Fällen Jahre dauern, aber richtig angefangen, kann die Umwandlung schon rasch das Potenzial der gesamten Rhein-Main-Region nachhaltig stärken. Neue, vielfältige und chancenreiche Entwicklungen werden möglich.

Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern will gemeinsam mit den betroffenen Städten und Behörden sowie interessierten Unternehmern und Investoren diese Potenziale orten, damit anschließend die Flächen optimal entwickelt werden können. Dazu wurde auch am 04. Juli 2007 ein gemeinsamer Arbeitskreis bei der IHK gegründet.



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